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Chiara Luce
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WorkshopsWochenende 2009

Wenn jeder seine Ideen und Talente einbringt, kann etwas Neues entstehen, das für alle ein Gewinn ist. Diese Grundidee der Workshop-Wochenenden stellte zum Auftakt ein Sketch dar: Mit einer Erstwählerin und Politikern
der Mehl-, Ei- und Zuckerpartei, die ihre Parteiprogramme anpriesen. Unter den Workshops standen zur Auswahl z.B. „Schokolade“, „Action Video" ( hier als youtube zum Anschauen bzw. als AVI zum Download) und
„New Games“ mit vielen Spielen. Das ganze Wochenende war geprägt von dem Motto „Leben geben“. Mehr in der Wowo-Zeitung... als PDF zum Download.


WorkshopsWochenende 2008

WoWo_08Für manche Kinder und Jugendliche gehört es zum Oktober wie für ihre Großeltern die Kultsendung „Dinner for one“ zum Jahreswechsel: das Zwochauer Workshop-Wochenende, kurz „WoWo“. Über 90 Teilnehmer waren diesmal dabei. Das Motto „Dinner for all“, dem Silvester-Fernsehklassiker entlehnt, brachte einige Mädchen auf die Idee zu einer Bühnen-Fortsetzung des bekannten Stoffs von Miss Sophies einsamem Geburtstag: Bei ihrer 91. Geburtstagsfeier hat die alte Dame ihre Welt der Erinnerungen verlassen, geht wieder auf Menschen zu und muss deshalb nicht länger allein feiern. Erstaunlicherweise lässt sie sich nicht mehr nur bedienen,sondern bietet dem Butler James einen Platz an und serviert selbst.

Auch der Küchen-Workshop ließ sich von dem Motto inspirieren: Die Verpflegung, die Jugendliche für ihre Altersgenossen zubereiteten, war zwar anders als in der filmischen Vorlage alkoholfrei, aber mindestens ebenso stilvoll. Kostproben aus allen Workshops führten die Mädchen und Jungen einander beim WoWo-Fest am Samstagabend im Saal des Mariapolizentrums vor: Da war eine selbst entworfene Mode-Kollektion aus Mülltüten zu bewundern, die Sport-Begeisterten zeigten eine frisch erlernte asiatische Verteidigungskunst, und die eigens zusammengestellte Band heizte die Stimmung im Saal ein. So, dass Miss Sophie es wahrscheinlich mit dem Herzen zu tun bekommen hätte.

Die Lieder geben Antonia (13) aus Lemsel Kraft auch für die Zeit nach dem „WoWo“: „Wir können teilen, wir können geben, das heißt: wirklich in Freiheit leben“, singt sie voller Begeisterung. Für die Zeit nach dem Workshop hat sie sich vorgenommen, aufmerksamer zu sein für andere, und niemanden von vorneherein abzuschreiben.

Weil Maelys (11) aus Potsdam die Atmosphäre auf den „WoWos“ so mag, hat sie diesmal zwei Schulfreunde mitgebracht. Während Maelys mit ihrer Posaune in der Band mitgeprobt hat, haben sich die beiden Mitschüler am Orientierungslauf durch Zwochau beteiligt. „Ganz super, wie nett hier alle sind“, findet Emil. Obwohl Gottesdienst und Mittagsgebete für weltweiten Frieden mit zum Programm gehörten, sagt er: „Das hier ist nicht nur 'was für Christen'. Ich bin kein Christ und hab hier genauso dazugehört wie alle.“

Mitveranstalter Willi Krug findet es bemerkenswert, dass die meisten Teilnehmer sich für das WoWo mitverantwortlich fühlen. Hier weiten sie „ihr Herz für Menschen in ihrer Umgebung und in anderen Teilen der Welt“. Viele Jugendliche kommen immer wieder,weil sie von der Atmosphäre in Zwochau angezogen sind.

Ein17-Jähriger z.B. hat sich am Ende schriftlich bedankt mit den Worten: „Glück hat keine einfache Definition. Aber das WoWo ist ein Ereignis, das uns endgültig diesem Zustand näher bringt.“ So wird es wohl auch 2009 wieder wie bei Miss Sophie heißen: „Same procedure as every year“.

D. Wanzek


WoWo_07


WoWo2006